Beschreibung
Bei häuslicher Gewalt hat jeder Bilder im Kopf: Der Mann, der seine Familie tyrannisiert. Der seine Frau runterputzt. Der betrunken heim kommt und Frau und Kinder verprügelt.
Dass Männer nicht nur Täter und Frauen nicht nur Opfer sind, sickert dagegen nur langsam ins kollektive Bewusstsein ein. Dabei legen Studien schon länger nahe, dass Frauen und Männer in etwa gleich häufig von Partnerschaftsgewalt betroffenen sind, Frauen etwas öfter von körperlicher, Männer von psychischer Gewalt.
Ein blinder Fleck und ein doppeltes Problem für männliche Opfer: Zur Scham, von der eigenen Frau drangsaliert oder geschlagen worden zu sein oder beides, kommt ein ungenügendes Hilfsangebot. Hier erzählen zwei männliche Opfer von Partnerschaftsgewalt über ihren schweren Weg zurück in die Normalität. Über ein Leben nach Trennung und Gewalt, in dem der eine mehr als zwei Jahre in einem Männerhaus gelebt hat und der andere seine Kindern kaum noch gesehen hat.
Die Reportage steht exemplarisch für die Realität vieler Betroffener von Beziehungsgewalt gegen Männer.





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