
„Zwischen Traum und Trauma“ ist eine Podcast-Staffel, die aus meiner persönlichen Nähe zu Südamerika entstanden ist. Der Kontinent ist für mich kein abstrakter Sehnsuchtsort und kein reines Recherchefeld, sondern Teil meines eigenen Lebens. Ich habe Verwandte in Brasilien und Freunde in vielen anderen Ländern. Südamerika ist Alltag, Familie, Erfahrung – und zugleich ein Raum voller spannender Geschichten, die sonst nirgends erzählt werden. Also: Kommt mit!
Die Episoden könnt Ihr einzeln oder als Staffel hören.
Die Episoden dieser Staffel
Tour de Pablo
Durch Medellín auf den Spuren des Kokainbarons

Medellín ist bis heute eng mit dem Namen Pablo Escobar verbunden. Diese Episode folgt seinen Spuren, ohne den bekannten Mythos zu reproduzieren. Sie geht der Frage nach, wie Pablo Escobar im kollektiven Gedächtnis weiterlebt, wie Erinnerung, Gewaltgeschichte und touristische Vermarktung ineinandergreifen – und wie ein Land mit einer Vergangenheit umgeht, die ständig präsent ist und zugleich verkürzt erzählt wird.
Montecristi und der Panamahut
Über Herkunft, Handwerk und einen weitverbreiteten Irrtum

Der Panama-Hut gilt weltweit als Symbol und trägt doch einen falschen Namen. Diese Episode reist nach Ecuador, dem tatsächlichen Ursprungsland, und erzählt die Geschichte des Panama-Huts jenseits gängiger Mythen und Irrtümer. Sie zeigt, dass der Panama-Hut aus Ecuador stammt, und blickt auf seine Herkunft, auf koloniale Zuschreibungen, globale Handelswege und die Rolle traditioneller Handwerkskunst in Ecuador. Im Zentrum stehen die feinen Monte-Cristo-Panama-Hüte, ihre kulturgeschichtliche Bedeutung und die Frage, wie kulturelle Identität entsteht, verschoben wird oder verloren geht – eine Reportage über Südamerika, Projektionen und die Macht historischer Irrtüm
Hinter den Bergen
Ein deutsch-österreichisches Dorf in den Anden

In Peru stoßen wir auf ein deutschsprachiges Dorf: Pozuzo, gegründet von deutschen und österreichischen Siedlern. Ausgehend von dieser ungewöhnlichen Geschichte erzählt sie von Migration, von deutschen Auswanderern in Südamerika und von österreichischen Siedlern in Peru, deren Spuren bis heute sichtbar sind. Ein Blick auf Pozuzo und die Geschichte Perus jenseits der bekannten Routen – Peru abseits der Touristenpfade. Ein Beispiel für ungewöhnliche Orte in Peru und die oft unsichtbaren Wege, auf denen Geschichte Kontinente miteinander verbindet.
Der andere 9/11
Mit ehemaligen Exilanten zu den Stätten des Grauens

Der 11. September ist durch die Terroranschläge auf das World Trade Center in New York weltweit besetzt, doch in Chile steht er für einen Militärputsch. Am 11. September 1973 stürzte das chilenische Militär Präsident Salvador Allende. Es begann einen Diktatur, deren Folgen bis heute spürbar sind. Diese Episode nähert sich diesem Datum als historischer Zäsur und erzählt von chilenischem Exil und Rückkehr, von Menschen, die Chile nach dem Putsch verlassen mussten und als Exilanten lebten – und von der schwierigen Rückkehr in ihr Heimatland nach Pinochet. Im Mittelpunkt stehen Erinnerung, Trauma und politische Realität, die Erinnerungskultur in Chile, das Leben chilenischer Exilanten nach dem Exil und die Frage, wie ein Land mit seiner Geschichte von 1973 umgeht.
Gescheiterte Utopie im Herzen Amazoniens
Fordlândia, eine vergessene Stadt im Dschungel

Mitten im Amazonasgebiet liegt Fordlândia, ein gescheitertes Industrieprojekt aus dem frühen 20. Jahrhundert. Gegründet vom legendären Autobauer Henry Ford gegründeten – als Industriestadt im brasilianischen Regenwald.Diese Episode erzählt von dem Versuch, einen amerikanischen Traum in den brasilianischen Regenwald zu verpflanzen – und vom Scheitern an Natur, Kultur und Hybris. Eine Geschichte über Fortschrittsglauben, Fremdbestimmung und die Spuren, die solche Utopien hinterlassen.
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